PE: Wie groß ist die Imagekrise von Fraport?

PRESSEERKLÄRUNG DER FAG-WÄHLERGEMEINSCHAFT VOM 18.02.2012

Wie groß ist die Imagekrise von Fraport?

 „Fraport befindet sich in einer Krise. Diese Krise ist nicht wirtschaftlicher Art, sie könnte sich aber dazu entwickeln,“ so Dirk Emmerich, Vorsitzender der FlughafenAusbauGegner FAG. „Das Ansehen von Fraport ist seit der Inbetriebnahme der neuen Landebahn, die den Flughafen zu einem Innenstadtflughafen gemacht hat, dramatisch gesunken. Ganze Stadtteile von Frankfurt werden unbewohnbar. Fluglärm und Schadstoffe schädigen hunderttausende von Bürgern, am stärksten sind die Kinder betroffen,“ so Emmerich weiter.

Was tun in einer solchen Situation? Man braucht  ein Krisenmanagement, getarnt als Charmeoffensive. Als einer der ersten Schritte stellt man den 70 Bürgerinitiativen im Rhein-Main-Gebiet jetzt eine eigene Initiative gegenüber: JA-zu-FRA. Organisiert wird sie durch die die PR-Agentur Burson-Marsteller, eine Agentur, die dafür bekannt ist, dass sie im Auftrag von Großunternehmen Propaganda im Zusammenhang  mit umweltzerstörerischen und gesundheitsschädlichen Projekten und Techniken betreibt. Gerne täuscht man dabei eine spontane Bewegung vor.

Fakt ist, Burson-Marsteller hat u.a. folgende Auftraggeber beraten:

  • Union Carbide nach dem Chemieunfall in Bhopal, bei dem  bis heute mehr als 20.000 Menschen starben
  • AKW Hersteller Babcock & Wilcox nach der Beinahe-Katastrophe in Three Mile Island
  • Atomwirtschaft in der Schweiz mit Werbung für alte und neue Atomkraftwerke

Hervorgetan hat sich Burson-Marsteller außerdem auch  mit der Beratung der argentinischen Militärjunta und dem rumänischen Diktator Ceausescu.

„ Die Lage ist offensichtlich so ernst bei Fraport, dass man nicht nur die spontane Gründung einer Initiative vortäuschen muss, sondern es ist auch bezeichnend, dass man eine solche Agentur engagiert, die von Insidern als Meistermanipulator bezeichnet wird.  Und für Burson-Marsteller ist Fraport bei den prognostizierten Krankheits- und Todesfällen durch permanenten Fluglärm und Schadstoffe ein dankbarer Kunde auch für die Zukunft. Die Charmeoffensive wird aber ins Leere laufen, die Leute sind verzweifelt und glauben den Versprechungen nicht, insofern kann sich Fraport das Geld sparen oder noch besser, dieses in zusätzlichen Lärmschutz investieren, z.B. für die Schulen im Frankfurter Süden, wo es seit Eröffnung der neuen Landebahn unerträglich laut geworden ist,“ so  Emmerich abschließend.

Kontakt:

Dirk Emmerich

Vorstand FAG Wählergemeinschaft

 

29 Gedanken zu “PE: Wie groß ist die Imagekrise von Fraport?

  1. Alle setzen auf Lärmschutz durch Schallschutzmaßnahmen.
    Aber was ist, wenn unsere Kinder draußen spielen wollen, die Alten sich draußen auf die Bank setzen, um ein Schwätzchen zu machen?
    Müssen die Menschen mit Atemmasken wie die Japaner rumlaufen?
    Die Entscheidungsträger sollte man zum Umzug zwingen. Und zwar genau dahin, wo es so laut ist und gesundheitsschädigend. Was ist das für eine Regierung, die so etwas zuläßt?! Was für eine Demokratie.!
    Wir müssen zusammenhalten gegen diese Maffia

  2. Das die Fraport Mafiöse Strukturen hat ist schon lange klar. Bleibt nur zu hoffen das diese Menschenverachter das bekommen was Sie verdienen und es nicht auch noch schaffen durch eine Agentur die aus dem selben Holz gemacht ist Ihr Ansehen aufzupolieren. Hoffe das diese Tatsache durch die Presse geht!!!

  3. Mich stört vor allen Dingen, wie hier mit Demokratie umgegangen wird. Wo gibt es denn sowas, dass große Akteure im Spiel um Geld und Macht eine professionelle Agentur beauftragen, die dann eine “Demonstration” der Mitarbeiter organisiert?
    Ich hätte kein Problem damit gehabt, wenn die Mitarbeiter sich von sich aus zusammengefunden hätten, um zu demonstrieren. Die Mitarbeiter aller drei am Aufruf beteiligten Unternehmen (Fraport, Lufthansa und Condor) haben freigestellte Betriebsräte, die den vermeintlichen Willen der Belegschaft ohne grossen Aufwand hätten umsetzen und eine Demonstration organisieren können.
    Hier kommt die Aktion – ich empfinde sie als Manipulation – von den Arbeitgebern selbst und noch dazu mit Unterstützung einer Agentur, die darauf spezialisiert ist, der Öffentlichkeit ein “freunliches” (sprich: falsches) Bild der Auftraggeber vorzugaukeln.
    Die Meinung der Öffentlichkeit soll mit Hilfe dieser Agentur verändert werden.
    Das empfinde ich als Angriff auf die Demokratie.

    Danke FAG dass Sie das aufgedeckt haben.

  4. Ich empfinde es als groben Verstoß gegen die Rechtsstaatlichkeit und die im Grundgesetz verankerte Dreiteilung der Gewalten, dass das Land Hessen gleichzeitig als Eigentümer (Hauptanteilseigner) der Fraport, als amtierende Regierung und mit der sie tragenden Parteien als Gesetzgeber in eigener Sache auftreten kann.

  5. Wenn man sich wirklich überlegt, dass ein Unternehmen das für massive gesundheitlich Schädigungen bei Anwohnern verantwortlich ist und zudem mehrheitlich in öffentlicher Hand, dann kann einem nur schlecht werden – wie hier mit den Grundrechten der Bevölkerung gespielt wird.

    Dieses Geld wäre tausendfach besser in jedem aktiven Schallschutz geflossen oder man hätte tausende Leiharbeiter am Flughafen in eine Festanstellung übernommen! DAS wäre sinnvoll und nicht eine Kampagne die Millionen kosten wird und der Öffentlichkeit nur Sand in die Augen streuen soll – damit nicht erkannt werden kann – das die Demonstranten an den deutschen Flughäfen mehr als im Recht sind!

    Wann wachen unsere Politiker endlich auf und beenden diesen Spuk, der die Allgemeinheit Milliarden im Gesundheitssystem kosten wird, damit wir einen einzigen Wirtschaftszweig über die Grundrechte der belasteten Bevölkerung indirekt Subventionieren?

  6. Super Recherche Herr Emmerich !! Gut zu wissen, mit wem man es zu tun hat !

    Auch ich bin der Meinung, dass FRAPORT das Geld, das sie in 1 Million Postwurfsendungen oder aber in die Beauftragung der PR-Agentur Burson-Marsteller investiert, besser dazu genutzt hätte, Gutachter für lärmmindernde An- und Abflugverfahren ins Boot zu holen.
    Fraport wird diesen Kampf verlieren – da bin ich sicher denn:
    DAS VOLK SIND WIR und wir werden so lange weiter protestieren bis unsere Ziele erreicht sind. Gemeinsam bleiben wir stark !

  7. Pingback: Ja zu Fra? Zur Fraport Kundgebung am 01. März « Waldbesetzung

  8. Frankfurtgate !
    Gewinne werden privatisiert.
    Lärm ,Schadstoffe und wirtschaftliche Verluste mit seinen Folgeschäden für die direkt betroffenen Anwohner sozialisiert.
    Was die Schadstoffe angeht sind wir alle betroffen.Nur dauert es etwas länger und ist so schön lautlos.
    Mal sehen wann diese Einsicht bei allen insbesondere bei so umweltbewussten Parteien wie den Grünen angekommen ist.
    Ein guter Anfang wäre eine Kerosinsteuer. Dies würde die Wirtschaftlichkeit von Fraport in ein völlig anderes Licht rücken.
    Für die Jüngeren unter uns ” Watergate lässt grüßen”

    Gibt es noch investigative Journalisten die diese Wulferische Fraport mit ihren politischen Hintergründen mal ” aufarbeitet ” ?
    127000 Einwände gegen das Planfeststellungsverfahren.
    Wo sind die Antworten geblieben?

    Nach Artikel 2 des Grundgesetzes gilt:
    2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

    Jetzt werden Bürger die nur dieses Recht Montags direkt einfordern kriminalisiert und Schäden an der Bevölkerung zu Gunsten eines Großunternehmers ( AG )vermeintlich demokratisiert.
    Dubiose Agenturen werden zur Organisation von Gegendemonstrationen und Propaganda angagiert.
    Dies erinnert stark an die römische Geschichte. Die Folgen sind bekannt.
    Ich schäme mich,
    aber nicht für diese Bürger sondern wegen ihnen ,Ihr lieben Politiker.

    Wo ist unsere Demokratie geblieben?

    Danke FAG für die Aufklärung

  9. Das schlägt wirklich dem Fass den Boden aus.
    Es mutet natürlich auf den ersten Blick unglaublich widerlich an und man ist spontan geneigt, den letzten Glauben an die Rechtsstaatlichkeit zu verlieren.
    Aber auf den zweiten Blick spielt uns eine derartige Ungeheuerlichkeit, mit der Fraport sich hier zu retten versucht, schon wieder in die Hände.
    Sie muss nur ordentlich verbreitet und jedermann zugänglich gemacht werden – auf einem verständlich Niveau.
    Mit solch mafiösem Gebaren schaufelt sich FRA das eigene Grab.
    Wir müssen unseren Protest weiterführen und dafür sorgen, dass Fraport mit solchen Dreckskampagnen nicht durchkommt.
    Wir machen weiter!!!!!
    Jetzt erst recht.
    Vielen Dank an FAG für die Aufklärung. So etwas hätte ich mir nämlich nicht vorstellen können, da ich aus diesem Holz nicht geschnitzt bin, aber auch die letzte Restnaivität wird sich noch verlieren.

  10. So ein Schmarren … Das Geld reicht nicht für ALLE lärmgeplagten Opfer von Fraport … wenn dann nicht nur Schulen und/oder öffentliche Gebäude mit Lärmschutzmassnahmen ausrüsten sondern ALLE die betroffen sind. Und was nützts? Nix. Denn wenn im Sommer da Fenster auf ist dann ist es immer noch laut. Oder wenn man draussen ist. Also was wäre die Alternative? Das Geld nehmen und als Schadenbegrenzung an die Firmen zahlen die eben nun nicht mehr nachts fliegen dürfen weil die Landebahn dicht gemacht wird!

  11. Danke Herr Emmerich, weiter so!

    Wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!!
    Bertolt Brecht

    Es gibt über das Internet die Möglichkeit für kleines Geld Chinesische Glücksballone zu kaufen. Diese steigen mit Heissluft bis zu 300 meter hoch.Die zu einer Gedenkfeier in der nähe des Flughafens aufsteigen lassen und es gibt richtisch Spass. Wer meine Gesundheit missachtet muss sich nicht wundern, wenn zurückgeschlagen wird.

  12. Laut FAZ Rhein-Main Zeitung vom 17.02.2012 äußerte sich auf dem Neujahrsempfang des Frankfurter Marketing-Clubs deren Vorsitzende Gabriele Eick dahingehend, dass sie “den Lärm über den Lärm nicht mehr ertragen” könne. Deshalb möchte sie auch “am liebsten alle Fluglärmgegner in eineTherapie schicken”. Das besondere Schmankerl an dieser bodenlos frechen Aussage: Frau Eick war früher Geschäftsführerin bei der PR-Agentur Burson-Marsteller. Zufälle gibts…

  13. Ich werde am 01.03. zu deren Demo gehen, mit dem Schrei-Plakat der Linken, als Gegendemonstrant!!!
    Jeder weitere Gegendemonstrant ist HERZLICH eingeladen.

  14. Die Geschichte wiederholt sich: Heute berichtet die FR über die skandalöse, ja mafiöse Tätigkeit der PR-Agentur Burson-Marsteller in 1999, als man gekaufte Demonstranten für die Gentechnik des gruseligen Multis Monsanto auffahren liess. Zu der gekauften Monsanto-Demo in 1999 wollte sich der Deutschland-Chef der Agentur, Karl-Heinz Heuser “nicht äußern”. Fraport wird das Monsanto der Luftfahrt werden!
    http://www.fr-online.de/flughafen-frankfurt/flughafen-frankfurt-und-burson-marsteller–ja-zu-fra–beauftragt-umstrittene-pr-agentur,2641734,11676876.html

  15. Diese Agentur hat nicht nur in der Vergangenheit (Monsanto, Bhopal, Ceausescu, argentinische Militärs) zweifelhafte Kundschaft.

    http://news.techeye.net/business/foxconn-hires-burson-marsteller-to-hit-out-at-underage-worker-claims

    Die Agentur vertritt aktuell z.B. Foxconn, das unter anderem für Kinderarbeit und unmenschliche Arbeitsbedingungen, mit der weltweit höchsten Suizidrate unter den Angestellten, traurige Berühmtheit erlangt hat.

    Die Stellungnahmen des Geschäftsführers sind eine Farce, diese Agentur macht alles für Geld.

    Ein weiterer illustrer Kunde dieser Unternehmung ist die unrühmliche Söldnerfirma Blackwater/Academi.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Academi

    Wer weiß wen dieser merkwürdige Verein noch vertritt, oder anders gefragt denkt Fraport, dass es in diese Kundenliste passt und derartige Hilfe benötigt?

    Fraport ist m.E. deutlich zu weit gegangen, Manipulationsagenturen, bezahlte Jubelperser und Druck auf Angestellte zu demonstrieren, gefälschte Gutachten, etc..

    Das ist außerhalb der demokratischen Grundordnung.
    Was kommt als nächstes? In schwarzem Leder und Motorradhelmen gekleidete Prügelgangs, die Bürgerdemonstrationen aufmischen oder einige Agent Provocateur ?

    Seid auf alles gefasst und schaut genau wer sich wie verhält auf den Demonstrationen und welche Art von Kommentaren hier und sonstwo in Eurem Namen geschrieben werden.

    Eines ist klar, der Protest ist erfolgreich, er erfährt Unterstützung und Sympathie in der Bevölkerung, und sollte auch bei einer Niederlage in Leipzig weitergehen, denn es geht um grundgesetzlich geschützte Werte, wie Enteignung und Körperliche Unversehrtheit für hunderttausende Menschen. Dies ist im dritten Jahrtausend so nicht mehr hinnehmbar.

    Die Verantwortlichen wissen genau, dass sie im Unrecht sind und wohl auch aus rechtlicher Sicht Handlungszwang besteht. Das zwischen schrittweisen Zugeständnissen, Eiertanz und undemokratischer Gegenwehr wechselnde Verhalten von Fraport und Regierung beweist das eindeutig.

    • Weitere Super-Kunden und Partner dieser immer seltsameren Agentur der letzen Jahre:

      Exelon, Entergy (Nuklearindustrie)
      Philipp Morris
      Partner der Bush-Wahlhelfer
      Sandoz
      Indonesische Regierung nach dem Santa-Cruz-Massaker
      Anti-Google Schmierenkampagne durch Facebook bezahlt

      Das Vorgehen ist immer gleich, ja fast unkreativ zu benennen:

      Mit viel Geld wird eine Pseudo-Gegenbewegung (Ja-Zu-Fra) initiiert (die nennen das “grassroots movement” LOL), parallel dazu werden Artikel und Kommentare in Presse und Internet lanciert um die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

      Das Kartenhaus dieser Agenturen fällt allerdings meistens in sich zusammen, wenn die Gegenseite die deutlich besseren Argumente hat und nicht schnell aufgibt.

      Da diese Kampagnen teuer, kräftezehrend, und moralisch verwerflich sind ist es schwierig über längere Zeiträume weiterzumachen, ohne das die Farce aufliegt. Was dann für die Auftraggeber sehr, sehr peinlich wird, zumal wir jetzt schon wissen, wer da mitspielt.

      spread the word!

  16. Liebe MitstreiterInnen gegen den Flughafen-Ausbau.
    Habe gestern Abend Frau Fontaine meine Recherche-Ergebnisse zum Flughafen-Ausbau zukommen lassen, die den Zeitraum von 2004-2012 umfassen. Sicherlich werden sie demnächst hier auszugsweise Eingang finden. Das ist zwar noch kein “Investigativer Journalismus”, aber es zeigt, dass die gesamte Pallette von BCG-Studie, Hujer-Rürup-Studie, Masterplänen, PMs, IRs plus den FraPort- / Lufthansa-Geschäftsberichten_2010 (2011 kommen erst dieser Tage raus) frei im Internet zugänglich sind. Wir können uns (noch) frei und selbstständig informieren. Nutzen wir diese Chance!!
    Andererseits: wer sich informiert, der wird auch frustriert oder doch “desillusioniert”. Denn die Quellen und GB_2010 belgen es: Hr. Weimar (FraPort-Aufsichtsratsvorsinder) und Fr. Roth (Aufsichtsratsmitglied) müssen schon seit etwa 2004 von den FraPort-Plänen wissen, somit auch die Hess. Landesregierung, somit auch weiland Hr. Koch, heute Bouffier. Wenn man dann auch noch sieht, wie der Konzernlobbyist und TUI-Chef Wolf-Dieter-Zumpfort in coram publico mit Herrn Bouffier den Erfolg der “100.000 neuen, sicheren Arbeitsplätze” begießt (Report Mainz; auf ca. 04:40 Min.), dann fragt man sich wirklich, in welcher “Republik” leben wir heute. Diese ganze “Filzokratie” (siehe ebenfalls: Wulff-Maschmeyer-Affäre) ist einfach nur noch ekelerregend!
    Report Mainz_14.02.2012
    http://www.swr.de/report/-/id=233454/nid=233454/did=9094836/1ifbgs2/index.html
    (TUI-Konzern-Lobbyist Hr. Wolf-Dieter Zumpfort, Protagonist der WDR-Doku_2007 „Wir sind drin…“, direkt links neben Herrn Bouffier; reiner Zufall??…)
    Jener Herr Zumpfort ist der Protagonist von “Wir sind drin – Konzernlobbyisten im Zentrum der Macht”, der u.a. die “lex FraPort” durchgedrückt hat.
    „Wir sind drin – Konzernlobbyisten im Zentrum der Macht“ (= strategische Allianzen; „Lex FraPort“: 38:40 Min.)_ ©WDR_2007
    http://www.youtube.com/watch?v=ItXCnkEaF1I
    Und dies ist ja nur die “Spitze des Eisberges”, den ich recherchieren konnte…
    Anderes Thema: Wie können wir eine “Task-Force” aufbauen, um wichtige Informationen möglichst schnell, möglichst weit (“spread the word”) und möglichst “tief” in der Bevölkerung zu verbreiten. Bis zum Urteil von Leizig ist nicht mehr viel Zeit und wir müssen eine “Welle” hinkriegen, d.h. wir müssen versuchen die “Meinungsführerschaft in der Öffentlichen Meinung” (blödes Wort, leider Terminus) zum Thema “Flughafen-Ausbau” zu erreichen. FraPort-DLH haben zwar sauteure “Agenturen”, aber wir haben die (unzufriedenen) und aufrichtigen BürgerInnen auf unserer Seite!! So, what?! Wie mobilisieren wir die o.g. “170.000″ Petenten?
    Wir rocken FRA!! Wir überzeugen die Menschen!! Wir kriegen das hin!!
    Solidarische Grüße
    B.R.

  17. Was dürfen wir von „FraPort CASA“ und den angekündigten „aktiven-“ bzw. „passiven Schallschutzprogrammen“ des FraPort-Konzerns erwarten?

    Eine wahre Geschichte. Wie der „Gutmensch“ FraPort mit der Flörsheimer Bevölkerung umgeht.

    Seit Donnerstag dieser Woche tönt es wieder durch den regionalen „Blätterwald“: „Bouffier: Es wird leiser werden“ (OF-Post, Seite 1). Im Zusammenhang mit FraPort-CASA und den heute angekündigten aktiven und passiven Schallschutzmaßnahmen (in dreistelliger Millionenhöhe) sei an die Bürgerversammlung in Flörsheim am Main erinnert.

    Wir erinnern uns: Am 08.12.2011 trafen sich die Flörsheimer BürgerInnen in der dortigen „Stadthalle“, um sich von den Vertretern des Darmstädter Regierungs-Präsidiums über die Vorzüge des sog. FraPort-„CASA-Programms“, sowie div. „Schallschutzmaßnahmen“ aus erster Hand informieren zu lassen. Herr Antenbrink, Bürgermeister, und Herr Gall (Verein für Flörsheim e.V.) hatten zur Veranstaltung eingeladen und waren anwesend.

    Zunächst referierten die Regierungs-Vertreter das CASA-Programm, danach die Einzelheiten der Schallschutz-Programme. Im Zuge der Nachfragen demaskierten die Flörsheimer sowohl das CASA-Programm als auch die einzelnen FraPort-Schallschutzmaßnahmen als einen eklatanten Betrug an der betroffenen Bevölkerung.
    Im Einzelnen:
    Was ist dran, an FraPort’s freiwilligem, „europaweit einzigartigen Immobilien-Ankauf- und Ausgleichsprogramm für Wohnimmobilien“ (CASA, S. 3)?
    Fakt ist, dass die FraPort-Angebote so niedrig sind, dass die Bürger sich hiervon im Rhein-Main-Gebiet nicht einmal einen Bauplatz kaufen könnten – wohlgemerkt: ohne Haus darauf!

    Was ist dran, an FraPort’s kulantem „Ausgleichs-Programm“ (150€ für die „Kernzone“, 100€ „Übergangszone I“, 50€ „Übergangszone II“ pro m² Wohnfläche)?
    Die Hochzahl Nr. 4 verlangt im Gegenzug den „Eintrag einer persönlichen Dienstbarkeit“ im Grundbuch des Antragstellers. Wortlaut dieses „Knebels“ siehe nachfolgend bei den Quellen-Angaben.

    Anderes Thema, gleiches FraPort-„Strickmuster“: „passiver Schallschutz“.
    Per FraPort-Definition gilt diese Maßnahme nur für noch zu errichtende Neubauten – also sind schon einmal alle Bauwerke von 2002-2011 per definitonem „Altbauten“, die aus diesem Programm herausfallen.
    Die Maßnahme gilt auch nicht für den gesamten Wohnbereich, sondern einschränkend nur für die Schlafräume. 150€ pro m² klingt zunächst einmal verlockend. Jedoch kostet ein Marken-Fenster mit Aus- und Einbau ein Vielfaches (eigene Erfahrung: WERU-Fenster kosten komplett ca. 800-1.000 € pro m²). Zudem: Auszahlungs-Beginn für alle, die nicht in der Kenrzone wohnen: erst ab 2016. Und auch mit „Ventilatoren“ ist dies im Effekt: „Käfighaltung“.
    Laut Regierungs-Präsidium sind Mitarbeiter „Mangelware“, man sei „unterbesetzt“. Die Abarbeitung der Anträge könne sich deshalb weiter verzögern.
    Interessant wurde es jedoch, als ein Architekt referierte, dass in Flörsheim der Bautenschalldämmschutz für Bauten ab 1999-2011 bei 38dB (Zahlen dienen dieses Mal nur als Beispiel…) liege und FraPort’s-„passives Schallschutzprogramm“ nur bis 32 dB die Maßnahmen fördere. Wer komme demnach überhaupt noch in den Genuss dieser Fördermaßnahmen? Antwort: Niemand. Zurecht branntmarkten sodann einzelne „Wutbürger“ dieses ganze FraPort-Programm-Paket als eine einzige „Verarschung“ (O-Ton).

    Auch wenn der „Gutmensch“ FraPort noch so sehr seine „Güte“ und „gute Nachbarschaft“ auf Homepages und Hochglanz-Broschüren beteuert und unhaltbare Superlative kolportiert (Stichwort: „100.000 neue und sichere Arbeitsplätze“; „Powerhouse für Europa“, etc.pp.), der einfache Bürger ist aufgrund der gemachten Erfahrung zurecht wütend, weil er vom FraPort-Konzern nicht nur einmal, nicht nur zweimal oder dreimal „hinters Licht geführt“ wurde, sondern ad infinitum.
    Klartext: Keinem Spitzen-Manager irgendetwas glauben – heiße er nun Dr. Schulte, Herbert Mai, oder (CASA) Manfred Schölch auf FraPort-Seite; heiße er nun Christoph Franz, Thomas Lauer, oder Stephan Gemkow auf Seiten der DLH. Keine Zahlen, die als „Fakten“ kolportiert werden – sei es nun von Klaus Peter Siegloch (BDL) oder Ralf Teckentrup (ADV, Condor, Thomas Cook Group) – ungeprüft als richtig oder sogar wahr erachten. Keinem CDU-FDP-Politiker aus Wiesbaden – heiße er nun Bouffier, Rhein oder Weimar – sein „gegebenes Wort“ gegenüber uns Bürgern glauben. Herr Koch machte es vor, was dieses Wort wert ist. Letzendlich haben wir es hier mit einem „wirtschafts-politischen watergate“-Skandal zu tun. Das ist meine wohlbegründete Meinung.

    Quellen und Belegstellen:

    FraPort-CASA-Programm (Homepage)
    http://www.fraport.de/content/fraport-ag/de/Nachhaltigkeit/casa-programm.html#mehr

    (Text-Version)
    http://www.fraport.de/content/fraport-ag/de/misc/binaer/ausbau/casa-broschuere/jcr:content.file/Casa-Brosch%C3%BCre.pdf
    Zitat:
    „Das Programm richtet sich vor allem an Eigentümer von Wohnimmobilien, die ein Haus oder eine Eigentumswohnung im Vertrauen darauf, dass diese nicht in einer Einflugschneise mit besonders niedrigen Überflügen liegt, erworben oder errichtet haben. Dies ist in Flörsheim und Kelsterbach der Fall. Den betroffenen Eigentümern bieten wir an, ihre direkt in der Einflugschneise der geplanten Landebahn Nordwest befindlichen Wohnimmobilien zum Verkehrswert zu erwerben, wobei der zu erwartende Flugbetrieb der Landebahn Nordwest bei der Wertermittlung nicht berücksichtigt wird. Eigentümer, die ihre Wohnimmobilie nicht verkaufen möchten, haben alternativ die Möglichkeit, einen Ausgleichsbetrag von der Fraport AG zu erhalten. Für Eigentümer, die im Bereich der Einflugschneise der geplanten Landebahn Nordwest eine Wohnimmobilie erworben oder errichtet haben, bietet die FraportAG eine gestaffelte Ausgleichszahlung an. Damit diejenigen, die durch das bestehende Startund Landebahnensystem gleichermaßen betroffen sind, nicht leer ausgehen, bieten wir hier ebenfalls eine gestaffelte Ausgleichszahlung an. Dies gilt für Raunheim. Wer die Ausgleichszahlung in Anspruch nehmen möchte, verpflichtet sich im Gegenzug zur Eintragung einer Dienstbarkeit4 im Grundbuch auf Duldung des Flughafen-Betriebs. Die Landesplanerische Beurteilung5, die den Abschluss des Raumordnungsverfahrens6 darstellt, empfiehlt, dass etwaige Beeinträchtigungen durch Überflüge in niedrigen Höhen – unter 250 Metern bei Wohngebieten – auf ein Mindestmaß zu beschränken sind. Von einem an dieser Messlatte orientierten Programm hätte so gut wie niemand profitiert.

    Fn. 4: Wortlaut der „beschränkten Dienstbarkeit“ (S.12, Glossar; Verfahren s. S. 8f.)
    Zitat:
    „Inhalt der beschränkten persönlichen Dienstbarkeit:
    Der jeweilige Eigentümer bzw. der jeweilige Erbbauberechtigte ist verpflichtet, sämtliche Einwirkungen (Lärmimmissionen und sonstige Beeinträchtigungen), die vom derzeitigen und künftigen Flugbetrieb auf Basis des mit Antrag vom 9. September 2003 eingeleiteten Planfeststellungsverfahrens zum weiteren Flughafen-Ausbau (Landebahn Nordwest) ausgehen, zu dulden und insoweit auch auf privatrechtliche und öffentlich-rechtliche Ansprüche auf Unterlassung, Schutzvorkehrungen/-vorrichtungen und dergleichen, auf Entschädigung oder sonstigen finanziellen Ausgleich und Schadensersatz, die zum Inhalt des Grundstückseigentums bzw. eines Erbbaurechts gehören, zu verzichten. Dies betrifft nicht Ansprüche des Grundstückseigentümers bzw. des Erbbauberechtigten auf Schallschutzmaßnahmen aufgrund gegenwärtiger und künftiger bestandskräftiger behördlicher Entscheidung oder aufgrund von Schallschutzprogrammen der Fraport AG.“

    (Das erinnert verdächtig an Monsanto vs. Percy Schmeiser… Im Prinzip kauft FraPort auf diese Weise ganz legal den Widerstand gegen den Flughafen-Ausbau auf. Wer mitmacht, hat schon verloren…)

  18. Pingback: Was hinter der Fraport-Propaganda steckt | Ja zu Frankfurt. Ja zu den Menschen.

  19. Inzwischen haben wir vom von der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien die Bestätigung bekommen, dass die Radiowerbung der FRAPORT beim HR (Aufruf zur Demo) unzulässig war, da sie eine politische Aussage enthielt.

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